

Sonorous
Eingangsgestaltung Berliner Philharmonie
Für den Eingangsbereich der Berliner Philharmonie entstand eine großformatige Glasgestaltung, die die Energie des Dirigenten Kirill Petrenko in eine grafische, abstrakte Bildsprache übersetzt. Überlagerte Linien und geometrische Formen lassen Klang und Bewegung sichtbar werden.
Klang als Bildsprache
Ausgangspunkt des Konzepts war die Energie des Dirigenten Kirill Petrenko, dessen Dynamik sich in überlagerten Linien, rhythmischen Strukturen und fließenden geometrischen Formen widerspiegelt. Die Darstellung blieb dabei bewusst grafisch und abstrakt, statt den Dirigenten selbst oder ein konkretes Motiv abzubilden.
Durch die Zusammensetzung der Muster entstand dennoch eine spürbare Dynamik. Die Formen wiederholten sich über die Fassade hinweg, wurden jedoch immer wieder leicht verschoben und in ihrer Farbigkeit verändert. Dieses Spiel aus Wiederholung und Variation griff subtil die Interaktion unterschiedlicher Tonlagen auf, inspiriert von der Musik, die im Haus gespielt wird, fast so, wie sich Schallwellen unterschiedlicher Frequenzen im Raum überlagern.
Einzelne gelbe Flächen brachten bewusst Ruhe in die sonst bewegte Komposition. Sie verbanden die Gestaltung gleichzeitig mit der Corporate Identity des Hauses und setzten ruhige Akzente inmitten der dynamischen Linienführung.


Architektur trifft Klang
Die Gestaltung griff die markante Architektur der Philharmonie sowie deren charakteristische Farbwelt auf und ergänzte sie durch leuchtende Magenta- und Blautöne, die dem Eingangsbereich eine zeitgenössische, lebendige Identität verliehen. Die entstehenden Formen ähnelten dabei teilweise dem architektonisch besonderen Baukörper des Gebäudes selbst, so als würde die Energie des Dirigenten und der Musik das gesamte Haus ausfüllen und in der Fassade nach außen strömen.
Die grafischen Elemente erstreckten sich über die gesamte Glasfront des Eingangsbereichs und bezogen die runden Fenster sowie die offenen Fassadenflächen bewusst in die Komposition ein. Überlagerte Linien erzeugten optische Schwingungen und erinnerten an Klangwellen, Taktbewegungen und musikalische Resonanzen.
Ein Werk, das mit dem Licht wandert
Das einfallende Tageslicht projizierte die Gestaltung in den Innenraum und erweiterte das Werk über ein Schattenspiel im Gebäude selbst. So blieb die Installation nie statisch, sondern veränderte sich im Tagesverlauf mit dem Stand der Sonne, ganz so, wie sich auch Musik im Moment des Erklingens ständig verändert.
Projektinformationen
Kunde
Berliner Philharmonie
Projekt
Sonorous
Stil
Tape Art
Format
Gestaltung der Eingangsfront
Aufgabenbereiche
Konzept, Art Direction, künstlerische Umsetzung
Künstlerische Beteiligung bei der Umsetzung
Claas Selck, Denise Werner, Kerim Yilmaz
Fotocredits
Lamia Michna





